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Häufige Fragen über Xypex
Wie Xypex den Beton durch Kristallbildung abdichtet
Die Zusammensetzung aus Portland-Zement, kieselhaltigen Aggregaten und einer
bestimmten Anzahl Chemikalien macht eine Komposition aus, die mit der
Feuchtigkeit und den Chemikalien reagiert, die sich im Beton befinden, und
dadurch die Hohlräume mit kleinen Kristallen ausfüllt. Die unregelmäßigen
Luftlöcher und Hohlräume im Beton werden mit Kristallen ausgefüllt, und
nur Luftlöcher unter einer bestimmten Größe sind jetzt vorhanden. Diese
sind so klein, dass Wassermoleküle nicht durchdringen können, wohl aber
Luft und Wasserdampf, so dass der Beton austrocknen kann und die ganze
Betonmasse völlig wasserdicht wird.
Xypex unterscheidet sich völlig
von anderen Bewurfmörteln
Xypex wird auf den Beton als Bewurfmörtel aufgetragen, was aber die einzige
Ähnlichkeit mit anderen aufgetragenen Wasserabdichtungsmitteln ist. Während
die Brauchbarkeit der meisten Bewurfmörtel von der Bindefähigkeit an die
Betonoberfläche abhängt, ist es nicht diese Eigenschaft, die den Beton
wasserdicht macht, obwohl auch Xypex eine große Bindefähigkeit an Beton
besitzt. Weil Xypex eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Kristallbildung
hat, bildet es ein dauerhaftes Material, das ein integrierter Teil des
Betons wird und somit das Betonbauwerk selbst wasserdicht und erheblich stärker
macht.
Xypex schützt den Beton
gegen Schäden durch Feuchtigkeit und Frost/Tau
Da Xypex die Feuchtigkeit aus dem Beton treibt, werden sich Probleme wie
abgeplatzte Oberflächen, Rissbildung, Salzlösungen, Dehnung und
Zusammenziehen wegen schwankender Temperaturen vermindern. Rechtes
Austrocknen des Betons schützt auch die Armierung gegen Korrosion.
Xypex ist diffusionsoffen
Es ist wichtig zu bemerken, dass Xypex keine dampfdichte Barriere bildet,
sondern es erlaubt den Beton weiterhin zu atmen, so dass „Schweiß“-Probleme
beseitigt werden.
Die Kristallbildung kann
nur erfolgen, wo Feuchtigkeit vorhanden ist
Da Feuchtigkeit für die Kristallbildung erforderlich ist, bietet frisch
gegossener Beton die besten Bedingungen für eine Kristallbildung in der
gesamten Betonmasse . Falls der Beton nicht durchfeuchtet oder „grün“
ist, muss er vor der Anwendung von Xypex sorgfältig genässt werden. Überflüssiges
Wasser ist natürlich zu entfernen, da Xypex sonst beim Auftragen verdünnt
wird.
Xypex kann die Innenseite
des Betons gegen drückendes Wasser von der Außenseite abdichten
„Osmotischer Druck“ ist ein Druck gegen eine Scheidewand mit ganz
kleinen Poren, durch die eine Lösung mit hoher Dichte von einer Lösung
mit niedriger Dichte angezogen wird, selbst gegen hohen Wasserdruck. Durch
diesen Prozess macht Xypex den Beton in Wand und Estrich vollkommen
wasserdicht, wenn es auf die Innenseite des Betons aufgetragen wird, auch
wenn die Wand und/oder der Estrich einem hohen äußeren hydrostatischen
Druck ausgesetzt ist.
Einige Vorteile bei der
Anwendung von Xypex an Betonbauwerken gegenüber Membranen
1. Xypex kann weder platzen, reißen, brechen noch an den Nähten
auseinander gehen.
2. Xypex erfordert kein kostenintensives Versiegeln, Überlappen und
Fertigstellen von Nähten an den Ecken Kanten oder zwischen Membranen.
3. Xypex erfordert keinen Schutz durch Hinterfüllen von Erde gegen die
Betonwand.
4. Xypex ist gut geeignet zum Auftragen auf die Oberflächen zwischen
zweiteilig gegossenen Estrichen. Es hat eine große Bindefähigkeit und
reduziert dadurch die Bewegung zwischen den Schichten von Gussbeton und
somit das Risiko für Oberflächenrisse. Da Xypex ein zementhaltiger
Werkstoff ist, erfolgt Dehnung oder Zusammenziehung wegen Temperaturveränderungen
im gleichen Maß wie in dem Beton.
5. Die Kristallisation von Xypex verhindert das Eindringen von Wasser in
kleine Risse des Betons. Größere Rissen müssen in einem
Spezialverfahren mit Xypex repariert werden.
6. Die zu behandelnde Oberfläche braucht nicht eben oder sonst wie
vorbehandelt zu sein. Xypex wird nicht von der Last der Betonierschicht
beeinträchtigt.
7. Richtig angewandt ist Xypex eine dauerhafte Behandlung.
Verschiedene Xypex-Produkte
und deren Anwendung
Xypex Concentrate wird zur Behandlung von Betonoberflächen verwendet,
entweder als einzelne Beschichtung oder als erste von zwei Beschichtungen,
wobei Xypex Modified als zweite Beschichtung verwendet wird (siehe
Detailbild für eine genaue Beschreibung). Zwei Beschichtungen sind
erforderlich bei vertikalen oder horizontalen Betonoberflächen, die einem
hohen Wasserdruck ausgesetzt sind. Bei extrem hohem Wasserdruck ist es
empfehlenswert, auf horizontale Oberflächen zweimal Xypex Concentrate
aufzutragen.
Xypex Modified ist ein Spezialprodukt zur Oberflächenbehandlung von
Betonbauwerken, die über dem Grundwasserstand liegen. Eine einzelne
Beschichtung schützt die Betonoberfläche und den Putz völlig gegen die
Einwirkungen von Frost und Tau. Xypex Modified kann sowohl als Mörtel zum
Ausfüllen von Löchern und kleineren Rissen verwendet werden als auch als
zweite Beschichtung auf Xypex Concentrate als erste Beschichtung auf
Betonflächen, die einem hohen Wasserdruck ausgesetzt sind.
Xypex Patch’n Plug stoppt einsickerndes Wasser ohne hohen Druck.
Xypex Ultra Plug bildet zusammen mit Xypex Quickset (Flüssigkeitshärter)
einen schnell abbindenden Verschluss gegen drückendes Wasser. Es ist kaum
zu glauben, wie sich diese Kombination an den Beton klebt und Leckstellen
stopft, selbst wo der Wasseraustritt als ein ununterbrochener Wasserstrahl
vorkommt
Aussehen
Xypex wird normalerweise in einem grauen Farbton geliefert, der zu der
gleichen Farbe wie Beton austrocknet. Wenn eine schönere Oberfläche
vorgezogen wird, kann Xypex auch weiß oder in anderen hellen Farben
geliefert werden.
Säuberung der Oberfläche
Die zu behandelnde Betonoberfläche muss sauber und frei von Erde, Staub, Öl
und loses Material sein. Die Xypex-Produkte umfassen auch eine Reihe
Reinigungsmittel zu diesem Zweck. Zementschlamm oder Ausfällung auf der
Oberfläche kann mit Hochdruck oder mit einer 15% Salzsäurelösung
entfernt werden. Reichliche Salzsäure auf die Oberfläche gießen, 15 –
20 min arbeiten lassen und zugleich mit einer harten Bürste oder einem
Besen scheuern. Danach alle Säure mit klarem Wasser abwaschen. Wenn
kaustische Soda oder Säure verwendet worden ist, ist eine gründliche
Abwaschung vor der Behandlung mit Xypex besonders wichtig. Sehr schmutzige
Oberflächen müssen evt. sandgeblast werden, um eine so saubere Betonfläche
zu sichern, dass Xypex genügend haftet.
Mischen
Gummihandschuhe sind immer zu tragen, wenn mit Xypex für längere Zeit
gearbeitet wird. Um Klumpenbildung zu verhindern, ist es angebracht, den
Xypex-Pulver zuerst mit der Hälfte der angegeben Wassermenge zu einer
breiartigen Masse anzurühren und dann nach und nach das restliche Wasser
zugeben. Es ist wichtig, dass alle nachfolgenden Mischungen die gleiche
Konsistenz haben, es sei denn, dass ein anderes Mischverhältnis
erforderlich ist. Es ist ferner zu beachten, dass nicht mehr
Xypex-Material angemischt wird, als in der für das jeweilige Mischverhältnis
angegebenen Trocknungszeit verarbeitet werden kann.
Behandlungen
Xypex kann auf „grünen“ oder auf alten, durchfeuchteten Beton mit einer
harten Bürste oder einem Besen aufgetragen werden, so dass der Werkstoff
in alle kleinen Risse und Unregelmäßigkeiten gut hineingearbeitet wird.
Um Ausfällung zu verhindern, die Schlämme in regelmäßigen Zwischenräumen
anrühren. Die Bürste nicht nur wie beim Anstreichen in die Oberfläche
der Mischung eintauchen, sondern immer bis zum Fassboden. In dieser Weise
wird sichergestellt, dass regelmäßig umgerührt wird und dass mehr Xypex
an der Bürste haftet. Eine eventuelle zweite Schicht sollte aufgetragen
werden, wenn die erste Schicht beginnt, abzubinden, und sie immer noch
„grün“ ist. Die Oberfläche vor starkem Regen, Frost und Sonne schützen,
bis die angegebene Abhärtungszeit vergangen ist. Die Beschichtung
mindestens 2 Tage lang befeuchten, um die Kristallbildung im Beton zu
beschleunigen. Baugruben an Kellerwänden, die mit Xypex behandelt und 2
Tage lang nachbehandelt worden sind, können nach 2 Tagen wieder verfüllt
werden.
Abhärtung
Nach der oben erwähnten Nachbehandlung (2 Tage) muss der Xypex-Werkstoff 2
– 3 Wochen unter den gleichen Bedingungen abhärten, die bei
Betonbauwerken üblich sind. In diesem Zeitraum bildet Xypex die für die
Abdichtung des Betonbauwerks erforderlichen Kristalle. Sind die Abhärtungsbedingungen
ungünstig, verschiebt sich die Kristallbildung und damit der
Abdichtungsprozess. Xypex darf bei Umgebungstemperaturen unter 5°C nicht
angewendet werden.
Anstreichen von Oberflächen,
die mit Xypex behandelt worden sind
Anstreichen einer mit Xypex behandelten Oberfläche sollte frühestens nach
15 Tagen erfolgen, und erst nachdem sie mit einer schwachen Saltzsäurelösung
gewaschen ist. Die Säure ca. ½ Std. wirken lassen und danach mit klarem
Wasser abwaschen. Wenn die Oberfläche wieder trocken ist, ist sie fertig
zum Anstreichen.
Stopfen von Rissen und Löchern
gegen erheblichen Wasserdruck
1. Bei Wasseraustritt den schadhaften Beton ausmeißeln oder abklopfen und
dabei eine U-förmige Vertiefung herausarbeiten. Danach loses Material und
Schmutz von der Vertiefung entfernen.
2. Ein kleines PVC-Rohr in die Vertiefung hineinstecken und danach mit einer
Trockenpackung Xypex Ultra & Quickset befestigen. Das Rohr und die
Mischung festhalten, bis der Werkstoff abgebunden hat.
3. Um das Rohr herum mit Xypex Modified auffüllen und die Innenseiten der
Vertiefung mit Xypex Concentrate und Xypex Modified behandeln.
4. Nach Abhärtung des Xypex Modified-Werkstoffs um das Rohr dieses durch
Drehen um die eigene Achse entfernen und einen Holzpfropf in das Loch
klopfen, wo früher das Rohr war. Dann eine sehr trockene Mischung von
Xypex Ultra Plug & Quickset auf und um den Pfropf anbringen und
festhalten, bis das Material abgebunden hat. Falls das Loch noch nicht
ganz aufgefüllt ist, Xypex Modified für die restliche Arbeit verwenden.
Wenn aufgrund von hohem Wasserdruck große Mengen Wasser durch die
Betonporen fließen, kann es notwendig sein, ein Loch durch die Wand zu
bohren und mittels eines Ableitungsschlauches den Wasserdruck für die
Dauer der Reparatur zu senken. Anschließend das gebohrte Loch wie oben
erklärt wieder reparieren.
Es ist wichtig, so große Flächen wie möglich auf einmal zu behandeln.
Wenn nur ein Teil einer Betonwand behandelt und abgedichtet wird, besteht
die Gefahr, dass das Wasser eine neue schwache Stelle findet, wo es
durchdringen kann.
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